Endbenutzergeräte und Speichersysteme, die heute in Unternehmen eingesetzt werden, bieten Verschlüsselung als grundlegende Sicherheit. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Datenschutzes und trägt dazu bei, Informationen vor unbefugtem Zugriff zu schützen, sollte ein Gerät verloren gehen, gestohlen werden oder einer Sicherheitsverletzung ausgesetzt sein. Wenn ein verschlüsseltes Gerät neu zugewiesen, nach Rücksendung am Ende eines Leasingvertrags wiederaufbereitet oder entsorgt wird, kann es immer noch Daten enthalten, die es während seines gesamten Lebenszyklus in verschlüsselter Form gesammelt hat.
Viele Unternehmen glauben, dass Verschlüsselung allein ausreicht, um Daten zu schützen, selbst wenn ein Gerät entsorgt wird. Dies ist ein Irrglaube. Verschlüsselung schützt Daten nur so lange, wie diese verschlüsselt bleiben und die Verschlüsselungsschlüssel sicher aufbewahrt werden. Eine sichere Datenlöschung trägt dazu bei, dass Daten nicht wiederhergestellt werden können, sobald sich das Laufwerk nicht mehr unter der Kontrolle des Unternehmens befindet. Es handelt sich hierbei um sich ergänzende Sicherheitsmaßnahmen, nicht um Ersatzmaßnahmen. Daher ist es wichtig, ein verschlüsseltes Laufwerk sicher zu löschen, damit keine Datenspuren zurückbleiben und die Sicherheit gewährleistet bleibt.
Der Zweck der Datenlöschung besteht darin, sicherzustellen, dass sowohl die Daten als auch die Verschlüsselungsschlüssel nicht mehr wiederherstellbar sind, sobald sich das Laufwerk nicht mehr unter der Kontrolle des Unternehmens befindet. Der Löschvorgang sollte stets entsprechend der Speichertechnologie, der Vertraulichkeit der Informationen und den Richtlinien des Unternehmens zur Datenlöschung ausgewählt werden.
Wie werden verschlüsselte Laufwerke gelöscht?
Wie ein verschlüsseltes Laufwerk gelöscht wird, hängt davon ab, wie die Verschlüsselung implementiert wurde und um welchen Gerätetyp es sich handelt. Zu den gängigen Techniken zum Löschen verschlüsselter Laufwerke gehören das Überschreiben, firmwarebasierte Löschbefehle und die kryptografische Löschung (CE).
Sehen wir uns an, wie softwareverschlüsselte und selbstverschlüsselnde Laufwerke gelöscht werden
- Softwareverschlüsselte Laufwerke: Diese Laufwerke nutzen die Schlüsselverwaltung des Betriebssystems zur Verschlüsselung der Daten, und die Verschlüsselungsschlüssel werden in der Regel durch das Trusted Platform Module (TPM) oder die Apple Secure Enclave geschützt. Diese Laufwerke können mithilfe von Überschreibbefehlen oder firmwarebasierten Löschbefehlen wie Secure Erase gelöscht werden.
- Selbstverschlüsselnde Laufwerke: Bei diesen Laufwerken erfolgt die Verschlüsselung nicht im Betriebssystem, sondern direkt im Speichergerät selbst. Jeder auf das Laufwerk geschriebene Block wird automatisch mit einem Medienverschlüsselungsschlüssel (Media Encryption Key, MEK) verschlüsselt, der in der Regel bei der Herstellung generiert wird. Der MEK wird typischerweise durch einen Schlüsselverschlüsselungsschlüssel (Key Encryption Key, KEK) umschlossen, der wiederum durch einen Authentifizierungsschlüssel (Authentication Key, AK) entsperrt wird, der aus den Anmeldedaten des Benutzers abgeleitet wird. Da dieser MEK während des gesamten Lebenszyklus auf dem Laufwerk verbleibt, kommt er weder mit dem Betriebssystem noch mit dem Arbeitsspeicher (RAM) in Kontakt. Diese Geräte können mithilfe der Methode Cryptographic Erase gelöscht werden, die sowohl in NIST 800-88 Rev. 2 als auch in IEEE 2883:2022 vorgeschrieben ist.
Wie kann ein verschlüsseltes Laufwerk gemäß NIST oder IEEE gelöscht werden?
Für verschlüsselte Speichergeräte erkennt NIST 800-88 Rev. 2 das kryptografische Löschen als Bereinigungstechnik an, vorausgesetzt, die Verschlüsselung war ab dem Zeitpunkt der Datenspeicherung aktiv, die Verschlüsselungsstärke entspricht den aktuellen Standards und die Vernichtung der zugehörigen kryptografischen Schlüssel kann nachgewiesen werden. Beim kryptografischen Löschen werden nicht alle adressierbaren Sektoren überschrieben. Stattdessen wird das Laufwerk gelöscht, indem der Verschlüsselungsschlüssel unzugänglich gemacht wird. Sobald der Schlüssel sicher vernichtet oder ersetzt wurde, können die verschlüsselten Daten nicht mehr entschlüsselt werden.
Dieser Ansatz ist besonders relevant für selbstverschlüsselnde Laufwerke, da die Verschlüsselung innerhalb des Speichermediums selbst stattfindet. Da jeder Datenblock bereits verschlüsselt ist, reicht die sichere Entfernung des Verschlüsselungsschlüssels aus, um die gespeicherten Informationen unzugänglich zu machen.
Ebenso erkennt auch IEEE 2883:2022 das „kryptografische Löschen“ als unterstützte Datenlöschtechnik für verschlüsselte Geräte an. Falls das „kryptografische Löschen“ nicht unterstützt wird, sollten Unternehmen eine alternative Löschmethode wählen, die für die Speichertechnologie geeignet ist und ihren internen Richtlinien zur Medienlöschung entspricht.
Wie löscht BitRaser verschlüsselte Laufwerke sicher?
BitRaser Drive Eraser wählt automatisch die geeignete Löschmethode basierend auf der Verschlüsselungstechnologie und dem Speichermedium aus. BitRaser stützt sich nicht ausschließlich auf eine einzige Löschtechnik, sondern unterstützt das Überschreiben, firmwarebasierte Löschbefehle sowie „Cryptographic Erase“ für kompatible selbstverschlüsselnde Laufwerke (SEDs). Dies ermöglicht es Unternehmen, softwareverschlüsselte HDDs, SSDs, NVMe-Laufwerke und hardwareverschlüsselte SEDs sicher zu löschen und gleichzeitig die Einhaltung von Industriestandards wie NIST SP 800-88 Rev. 2 und IEEE 2883:2022 sicherzustellen. BitRaser unterstützt das Löschen von BitLocker-verschlüsselten Laufwerken sowie anderer softwarebasierter Verschlüsselungsmethoden wie Apple FileVault und VeraCrypt.
Bei unterstützten selbstverschlüsselnden Laufwerken (SEDs) führt die Anwendung eine kryptografische Löschung durchB .B Diese Methode zerstört den auf dem Laufwerk gespeicherten Medienverschlüsselungsschlüssel (MEK). Da ohne diesen Schlüssel kein Zugriff auf die verschlüsselten Daten möglich ist, werden die Daten unzugänglich.
In einer Zeit, in der Datenschutzverletzungen allgegenwärtig sind, richten Unternehmen ihre Strategien zum Schutz der Privatsphäre und der Datensicherheit darauf aus, ihre unschätzbaren Daten durch die Verwendung verschlüsselter Geräte zu schützen. Die Verschlüsselung von Daten und die Entwicklung der SED-Technologie bieten eine Sicherheitsebene, die den unbefugten Zugriff auf sensible Daten durch Hacker verhindert. Unternehmen sollten außerdem sicherstellen, dass diese verschlüsselten Geräte bei ihrer Entsorgung mit der richtigen Methode der Datenvernichtung, vorzugsweise dem Löschen von Daten, dauerhaft unschädlich gemacht werden. Löschen Sie verschlüsselte Laufwerke auf sichere Weise, um das Recycling und die Wiederverwendung von Geräten zu fördern.